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Koloman Moser
(1868-1918),
österreichischer Kunsthandwerker, Maler und Graphiker. Moser wurde am
30. März 1868 in Wien geboren und studierte 1886 bis 1892 an der
Wiener Kunstakademie, dann bis 1895 an der Kunstgewerbeschule. 1897
war er mit Josef Hoffmann, Josef Maria Olbrich und Otto Wagner Gründungsmitglied
der Wiener Secession, der er bis 1905 angehörte. Seit 1899 war er
Professor an der Wiener Kunstgewerbeschule. 1903 gründete er mit dem
Architekten Hoffmann und dem Bankier Fritz Wärndorfer die Wiener
Werkstätte, deren führender Entwerfer er bis 1907 war. Moser
beeinflusste durch seine zahlreichen Entwürfe für das Kunsthandwerk,
durch Bühnendekorationen, Einrichtungsgegenstände, Plakate, Schmuck,
Gläser, Stoffe, metallenes Hausgerät und anderes die österreichische
Variante des Jugendstiles (siehe auch Innenarchitektur). Neben
Illustrationen für Wiener Zeitschriften wie Ver Sacrum, gestaltete er
auch Ausstellungen. Seine Möbel sind funktionsgerecht und praktisch
und zeigen meist eine klare, geometrische Kastenform. Moser betonte
die Flächen, indem er sie mit Intarsien, Metalleinlagen oder
Vergoldungen schmückte. Vor allem die Gebrauchsgegenstände, z. B.
ein Glasservice oder ein Tintenfass, die er für die Serienfertigung
entwarf, dokumentieren in ihrer zweckmäßigen, schlichten und formschönen
Gestaltung Mosers Formvorstellungen. Moser starb am 18. Oktober
1918 in Wien. |