Ostertag

Fanfarenklänge schallten durch den Dom:
In Ehrfurcht lag die Menge auf den Knien,
Und auf den Schultern trugen Männer ihn
Wie einen Gott, den Heiligen Herrn von Rom.

Sein Priesterkleid schwamm überm Menschenstrom,
Vom königlichen Purpur eingehüllt;
Drei goldne Kronen krönten dieses Bild.
So zog in Prunk und Glanz der Papst durch Rom.

Und weit zurück schwang meine Seele sich
Zu Einem, der durch Einsamkeiten schritt
Und nirgend eine Stätte fand zur Rast:

»Der Fuchs hat seinen Bau, der Rabe seinen Ast,
Nur mich, nur mich, der alles Leiden litt,
Empfängt auf Erden nichts und niemand heimatliche. «