La Bella Donna della mia Mente

Von meinen Lippen atmet nur dein Name,
Kein Lied mehr schenkt mein liebekranker Mund,
Mein Leib verbrennt um dich, du süße Dame,
Und meine Füße sind vom Wandern wund.

O Hänfling in den wilden Rosenzweigen,
Nun flöte deine süßeste Schalmei,
O Lerche, lass die Liebeshymne steigen,
Denn meine edle Dame geht vorbei.

Zu schön ist sie, zu schön für das Verlangen
Entzückter Herzen; Courtisane nicht
Noch Königin kann also lieblich prangen
Und nicht im Teich das zarte Mondenlicht.

Mit Myrtenblättern ist ihr Haar gebunden,
(O grüne Blätter in dem goldnen Haar!)
Goldreifes Korn, von Winden grün umwunden,
Ist nicht so schön, ist nicht so wunderbar.

Die kleinen Lippen, die geformt zum Küssen,
Erzittern wie ein Quell, der tropfend rinnt,
Wie nach des Abends warmen Regengüssen
Die Rosen beben, weil sie trunken sind.

Wie weißer Klee, erglüht in Sonnentagen,
So ist ihr Hals, und lieblicher sein Bild
Als bei des Hänflings liebeheißem Schlagen
Die kleine Kehle, die von Tönen schwillt.

Gleich der Granatfrucht, die sich reif gespalten
Und weiße Körner zeigt, brennt rot ihr Mund;
Wie Pfirsiche, die Süßigkeit enthalten,
Lockt ihrer Wangen sanftentflammtes Rund.

O Zwillingshände, so voll hoher Güte!
O edler Leib, erbaut zu Lieb und Leid!
O Haus der Liebe! O du bleiche Blüte,
Vom Regenstrom gepeitscht in Einsamkeit.