E Tenebris

O Christus, komm herab, gib deine Hand!
Denn wilder ist das Meer, das mich verschlang,
Als jene Flut, mit der einst Simon rang:
Des Lebens Wein floss über in den Sand,

Mein Herz ist wie ein notgeplagtes Land,
Drin alle guten Dinge aufgezehrt.
Und würd ich heut vor Gottes Thron begehrt
Ich weiß, ich wäre wert nur Höllenbrand!

»Er schläft vielleicht, er ritt vielleicht zur Jagd
Wie Baal, wenn früh bis mittags der Prophet
Auf Karmels Höhen heulte im Gebet.«

Nein, still! Ich soll ihn sehen noch vor Nacht:
Die Füße Erz, das Kleid wie Flammenlicht,
Die Hände wund, und müd das Menschgesicht.