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Amerikanischer
Maler, der besonders durch seine Gesellschaftsporträts und Interieurs
berühmt wurde. Sargent wurde in Florenz als Sohn amerikanischer
Eltern geboren und verbrachte einen großen Teil seiner Jugend mit
seiner Mutter auf Reisen durch Europa. Schon als 13-jähriger erhielt
er Malunterricht bei dem deutschamerikanischen Maler Carl Welsch in
Rom. Nach einem Aufenthalt in Dresden 1871 folgte eine Reise nach
Venedig, die er auf Anregung von Whistler unternahm.
In
Paris arbeitete er im Atelier des bekannten französischen Porträtmalers
Charles Carolus-Duran. Dort beteiligte er sich erfolgreich am
Herbstsalon, bis sein Porträt von Madame Gautreau (auch bekannt als
Madame X., 1883-1884, Metropolitan Museum of Art, New York) wegen
seines ungewöhnlichen großen Formats Kontroversen auslöste. Gemälde
wie Die Töchter Boit (1882, Museum of Fine Arts, Boston) beweisen den
nachhaltigen Eindruck, den der spanische Maler Diego Velázquez bei
ihm hinterließ. 1886 ließ sich Sargent in London nieder und übernahm
Whistlers altes Atelier. Nachdem er in England zunächst für seine übertrieben
handwerkliche Manier kritisiert worden war, erfreute sich seine Porträtkunst
nach 1890 schnell immer größerer Beliebtheit. Ab 1907 übernahm er
jedoch nur noch wenige Porträtaufträge, um sich verstärkt der
Landschaftsmalerei in Aquarell zuzuwenden, bei der er sich stark vom
Impressionismus beeinflusst zeigte. |