Magdalen College

Geschichtliches

Universität Oxford Die Universität Oxford bildete sich aus den Anfang des 12. Jahrhunderts von Klöstern getragenen Schulen der Stadt: Bereits für 1117 können Vorlesungen nachgewiesen werden. Später dann wurde, gefördert durch die Vertreibung englischer Studenten von der Universität Paris im Jahr 1167, ein Studium generale ausgebildet. Mitte des 13. Jahrhunderts kamen verschiedene religiöse Orden, darunter Dominikaner, Franziskaner, Karmeliter und Augustiner, nach Oxford und schufen Studentenheime. Etwa zur gleichen Zeit richteten Privatleute Colleges ein, selbständige Haus- und Studiengemeinschaften. Heute gibt es etwa 40 Colleges, deren älteste das 1249 gegründete University College und das zwischen 1263 und 1268 gegründete Balliol College sind. Der Bischof von Rochester, Walter de Merton, ersann eine Reihe von Regeln für das Leben am College. So wurde das von ihm 1264 gegründete Merton College ein Modell für ähnliche Institutionen in Oxford und Cambridge.

älteste Universität Englands in Oxford (Oxfordshire)

Im 13. Jahrhundert lehrten die Philosophen Roger Bacon und Johannes Duns Scotus, im 14. Jahrhundert Wilhelm von Ockham und John Wycliffe in Oxford. Im 15. Jahrhundert gehörte John Colet zu den Lehrern. 1636 legte der Erzbischof von Canterbury, William Laud, die Universitätsstatuten fest, die bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts im Grundsatz verbindlich blieben. Auch gab Laud den entscheidenden Impuls zu der von Thomas Bodley zusammengetragenen Bibliotheca Bodleiana, die zur Universität Oxford gehört.

Während der englischen Revolution Mitte des 17. Jahrhunderts war die Universität Oxford Zentrum der Royalisten. Später verhinderte Oliver Cromwell, von 1650 bis 1657 Kanzler der Universität, dass Oxford (und Cambridge) von den Puritanern geschlossen wurden, die diese Institutionen als religionsfeindlich ansahen.

Im 19. Jahrhundert wurden vier Colleges für Frauen eingerichtet. Aber erst seit 1920 haben Frauen das volle Recht, Mitglied der Universität zu sein und akademische Titel zu erwerben. Seit 1902 können Studenten vorwiegend aus Ländern des Commonwealth of Nations mit Rhodes-Stipendien, die von dem britischen Kolonialpolitiker Cecil John Rhodes eingeführt wurden, in Oxford studieren.

Gebäude und Bibliotheken

Die Architektur der Universität Oxford ist vorwiegend gotisch, so z. B. das Gebäude des bedeutendsten und größten Colleges der Universität: Christ Church College mit dem Tom Tower. Das Sheldonian Theatre wurde von Christopher Wren entworfen und wird heute als Versammlungssaal genutzt. Die Radcliffe Camera ist einer der Lesesäle der Bibliotheca Bodleiana, die, ebenso wie die British Library, ein Pflichtexemplar von jedem in Großbritannien publizierten Buch besitzt.

Zu den verschiedenen Universitätsmuseen gehört das Ashmolean Museum of Art and Archaeology, das als erstes öffentliches britisches Museum von dem Altertumsforscher Elias Ashmole gegründet und 1683 eröffnet wurde.

Die ersten Bücher der renommierten, von dem Kölner Drucker Theodor Rood gegründeten Oxford University Press wurden 1478 gedruckt. Die Oxford University Press ist damit der älteste Verlag überhaupt. Heute erscheint dort u. a. das historisch-etymologische Wörterbuch Oxford English Dictionary.

zurück