Frank Harris - 1856-1931


Frank HarrisEigentlich James Thomas Harris, amerikanischer Schriftsteller irischer Abkunft, geboren in Galway (Irland), gestorben in Nizza. Harris wanderte 1870 in die USA aus. Nach einer juristischen Ausbildung erhielt er 1875 in Kansas seine Anwaltszulassung. Während eines längeren Aufenthalts in England gab er die London Evening News und die Zeitschriften Fortnightly Review und Saturday Review heraus, in der er u. a. die Werke von H. G. Wells, George Bernard Shaw und Max Beerbohm veröffentlichte.

Zu Beginn des 1. Weltkrieges kehrte Harris in den Vereinigten Staaten zurück und brachte dort das Pearson's Magazine heraus. Nach dem Waffenstillstand ließ er sich in Nizza nieder, wo er bis zu seinem Tod lebte. Zu seinem literarischen Werk gehören die Kurzgeschichtensammlung Montes the Matador (1900) und The Bomb (1908, Die Bombe), ein Roman über die Haymarket-Affäre in Chicago. Die Essaysammlung Contemporary Portraits (1915-1930) enthält lebhafte Skizzen politischer und literarischer Gestalten. Ferner verfasste Harris die Biographien Oscar Wilde, His Life and Confessions (1916, Oscar Wilde) und The Life of George Bernard Shaw (1931). Harris' von erotischer Freizügigkeit gekennzeichnete Autobiographie My Life and Loves (3 Bde., 1922-1927, Mein Leben und Lieben) war in England und in den Vereinigten Staaten jahrelang verboten.

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